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Schulprogramm
Tieplatzschule
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Hier finden Sie die ersten Kapitel des Schulprogramms. Wenn Sie das
gesamte Programm lesen möchten, schicken Sie uns Ihre Adresse.
Sie können es
sich auch hier anfordern:
Info(at)tieplatzschule.de
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1. Vorwort
Eine Schule, die in die Zukunft plant und nicht nur von einer
Konferenz zur nächsten denkt, benötigt ein Instrument, das eine
vereinbarte Richtung in Gestalt eines möglichst von allen akzeptierten
Handlungsrahmens aufzeigt. In dieser Hinsicht setzen Programme
pädagogische
Gestaltungsschwerpunkte.
Mit unserem Schulprogramm sollen die pädagogischen Intentionen und
Aktivitäten an der Tieplatzschule formuliert und schriftlich fixiert
werden.
Das Schulprogramm ist ein Koordinierungsinstrument (Schüler,
Lehrer, Eltern) zur gemeinsamen pädagogisch erfolgreichen Gestaltung der
Arbeit in der Tieplatzschule.
Unser Bemühen, Handlungen miteinander abzustimmen, soll deutlich
werden.
Unser Programm setzt schulinterne Standards und ermöglicht die
Fortschreibung grundsätzlicher pädagogischer Zielsetzungen, es
verhindert Missverständnisse besonders bei wechselnder Zusammensetzung
des Kollegiums, der Schüler und der Elternschaft. Es hat somit eine
integrierende Funktion.
Das Schulprogramm ist ein Mittel, unser Schulprofil innerkollegial
bewusster zu erfassen und nach außen transparenter zu machen.
Das Programm bildet die Voraussetzung für Evaluation: Hieran können
wir uns selber messen und lassen uns messen von Schülern, Eltern,
kommunaler und fachlicher Aufsicht und der Öffentlichkeit.
Die Verabschiedung und die Veröffentlichung unseres Programms sind
hilfreiche Mittel, um die Identifikation mit unserer Schule zu
unterstützen.
Das Schulprogramm bettet sich dabei ein in ein Schulportfolio,
welches aus ergänzenden und vertiefenden Konzepten, Beschreibungen,
Erklärungen, Zusammenfassungen, Konkretisierungen und zahlreichen
Materialien besteht.
2. Schulisches Umfeld
2.1 Schülerschaft
Die Tieplatzschule ist eine Städtische Förderschule mit den
Förderschwerpunkten Lernen, Sprache und Kommunikation und soziale und
emotionale Entwicklung in der Primarstufe und dem Förderschwerpunkt
Lernen in der Sekundarstufe I.
In unserer Schule sollen mit den Kindern und Jugendlichen
individuelle Lern- und Erziehungsziele erarbeitet, bearbeitet und
erreicht werden, die sich an den fachlichen Vorgaben der allgemeinen
Schule orientieren.
Die speziellen Förderbedarfe der einzelnen Schülerinnen und Schüler
lassen sich vornehmlich den Bereichen Kognition,
Emotionalität/Sozialverhalten, Sprache/ Kommunikation, Motorik und
Sensorik zuordnen.
Die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler kommt aus Wohngebieten mit
hoher Wohndichte und einem großem Anteil an Menschen mit
Zuwanderungsgeschichte.
Insbesondere der Stadtteil Baumheide und der angrenzende
Bereich des Stadtteils Milse gelten als sozialer Brennpunkt der Stadt
Bielefeld. Knapp die Hälfte der Schüler der Tieplatzschule wohnt in
diesen Bereichen. Die zweitgrößte Schülerpopulation kommt aus den
Stadtteilen Altenhagen und Brake.
Vereinzelt besuchen auf Wunsch der Eltern auch Schüler aus anderen
Stadtteilen, insbesondere Mitte, Stieghorst und Schildesche, die
Tieplatzschule. Einige Schüler leben aufgrund veränderter Sorgerechte
bzw. Aufenthaltsbestimmungsrechte in Wohngruppen der Van-Laer-Stiftung.
Der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund liegt dauerhaft
über 50%. Darunter sind zahlreiche Familien mit nichtdeutscher
Verkehrssprache. Die größte Population bilden kurdische Familien aus
Gebieten des Irak, der Türkei und Syriens. Einige Familien haben ihre
Wurzeln in Albanien, dem Kosovo, Serbien, Russland, Polen, Kamerun,
Ghana, Griechenland, der Niederlande, England und Sri Lanka. Der
Sprachförderbedarf ist in diesem Zusammenhang hoch.
Ein hoher Anteil der Familien der Kinder und Jugendlichen lebt von
staatlicher Unterstützung im Sinne von Sozialhilfeleistungen. Der
überwiegende Teil der berufstätigen Eltern arbeitet in
Niedriglohnbereichen und meist an mehreren Arbeitsstellen. Diese
Familien sind finanziell oft ähnlich bedürftig gestellt wie Empfänger
von Hilfen zum Unterhalt, wodurch dem Förderverein der Schule hier auch
eine besondere Bedeutung zukommt (Unterstützung bei der Finanzierung von
Klassenfahrten, Freizeitaktivitäten, Frühstück, Kleidung usw. für
Familien ohne Anspruch auf staatliche Hilfen).
Die Lebenssituation zahlreicher Schüler ist von Armut,
innerfamiliären Konflikten und Problemlagen, Gewalterfahrungen und
unzureichender familiärer Unterstützung in den Bereichen Hygiene,
Bildung, Selbstständigkeit, Antrieb, Freizeit und Ausstattung sowie
eingeschränkter Wohnsituation (Größe, Ausstattung) gekennzeichnet.
Der Sprachförderbedarf der Schüler ist insgesamt hoch.
2.2 Schule im Verbund
Die Tieplatzschule organisiert sich in der Primarstufe als Schule im
Verbund.
Schüler mit (ggf. multiplen) Förderbedarfen in den
Förderschwerpunkten Lernen, Sprache/ Kommunikation und Emotionalität/
Sozialverhalten lernen hier gemeinsam und erhalten entsprechende
multiprofessionelle Unterstützung. Ein Teil der Schüler
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E-Mail: info(at)tieplatzschule.de
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